Warum

…warum möchte ich mit Menschen über ihren Tod sprechen?

Meine Endlichkeit macht mich lebendig. Den Tag sterben zu sehen. Im Übergang zur Nacht zu sein. Dies lässt mich das Leben erfahren. Im Herbst die Kühle zu spüren, das Laub fallen zu sehen und das Zurückziehen der Natur zu erleben, fordert mich auf mein Leben zu leben. Als ich ca. 11 Jahre alt war ist mir mein erster Zahn gestorben. Da ist mir die Endlichkeit meines Körpers bewußt geworden. Mir ist klar geworden, dieser Zahn kommt nicht mehr wieder.

Der Tod einer Freundin

Die Wichtigkeit im Leben über den eigenen Tod und meine Wünsche zu sprechen hat mich eine Freundin gelehrt. Sie war schwer krank und versuchte sich auf das Leben zu konzentrieren. Meine Gesprächsangebote über Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und auch Wünsche für ihr Begräbnis konnte sie erst annehmen, als die Krankheit und dessen schulmedizinische Behandlung schon sehr weit fortgeschritten waren. Leider war sie so geschwächt, dass für eine ausführliche Auseinandersetzung keine Kraft mehr war und viele Fragen und Möglichkeiten keinen Raum mehr hatten. Als sie kurz darauf starb, konnte ich ihrem Tod mit Liebe und Leichtigkeit begegnen. Was mich so geschmerzt hat, waren die verpassten Möglichkeiten Wünsche auszusprechen und festzulegen. Energie und Raum zu haben, so dass sie selber hätte herausfinden können, was sie sich für sich und ihre Familie wünscht.

Ein inneres Anliegen hat sich in mir gemeldet, Menschen, die noch kraftvoll im Leben stehen, den Raum zu geben sich mit ihrem Tod bewusst auseinanderzusetzen.

Wie kann ich dem Tod in meinem Leben begegnen? Wie blicke ich auf mein eigenes Sterben? Zeit für die Begegnung mit unserem letzten großen Übergang finden – im Hier und Jetzt, das ist meine Passion.

Spürst du einen Ruf in dir für diese Begegnung und möchtest dabei begleitet werden? Schreibe mir. Ich bin gerne an deiner Seite.